| Rainis Blickwinkel |
| Pinguins verlieren 3:4 (0:0; 2:2; 1:2) in Mannheim und gehen in die Sommerpause |
| 03.04.2026 - 04:52 |
Im fünften Spiel des Viertelfinal-Duells mit den Adler Mannheim lieferten die Fischtown Pinguins eine starke Leistung ab und lagen zwei Mal in Front. Kleine Fehler bestrafte in diesem Fall nicht der liebe Gott, sondern der Hauptrundenzweite. Der fuhr den vierten Sieg ein und qualifizierte sich fürs Halbfinale.
Beide Mannschaften konzentrierten sich zu Beginn auf eine kompakt stehende Defensive und scheuten zunächst das große Risiko. Ein erster Versuch der Mannheimer von Nicolas Mattinen aus der Distanz landete in der zweiten Etage (6.).
Die Pinguins verschlossen den unmittelbaren Raum vor dem eigenen Kasten und ließen lediglich einen Schuss von außen durch Leon Gawanke zu, den Leon Hungerecker abwehrte. Es folgte aus Bremerhavener Sicht eine gut gemeinte Strafzeit von den Referees Marian Rohatsch und Sean MacFarlane gegen Nicolas Mattinen (9.). Die brachte aber nichts ein (11.). Dagegen wurde es für die Gastgeber brenzlig, als Nino Kinder sich in eine gute Schussposition schaukelte, jedoch am guten Block von Dan Renouf scheiterte (13.). C. J. Smith probierte es noch mal aus dem hohen Slot, traf aber nur den Außenring des Mannheimer Gehäuses (19.).
Im Mittelabschnitt nutzte der Karawanken-Express den noch bestehenden Pausenmodus der Adler gnadenlos aus und erzielten durch Jan Urbas die 1:0-Führung (21.). Schade, dass das Powerplay nach der Hinausstellung von Maximilian Heim wirkungslos verpuffte. Die Norddeutschen hatten gar Glück, als John Gilmour die Scheibe im Slot nicht unter Kontrolle brachte (24.). Dann musste Alex Friesen für zwei Minuten auf die Strafbank, doch seine Kollegen arbeiteten die numerische Unterlegenheit erfolgreich ab (28.). Etwas mühsam entschärfte Maximilian Franzreb den Knaller von Miha Verlic (29.). Die Mannheimer hatten nun optische Vorteile und eine Hundertprozentige für Justin Schütz, der allein auf Leon Hungerecker zusteuerte, aber zunächst am Goalie der Pinguins und im Rebound an seiner Zielgenauigkeit scheiterte (32.). Eine weitere Strafe gegen Alex Friesen überstanden die Bremerhavener abermals schadlos und Leon Hungerecker parierte kurz darauf einen Schuss von Kris Bennett glänzend (35.). Ein Geniestreich von C. J. Smith per Rückpass von der Grundlinie nahm Andy Miele auf und netzte zum 2:0 ein (36.). Die Pinguins hatten die Hausherren im Schwitzkasten und beste Voraussetzungen für einen Erfolg in der Quadratestadt. Eine nicht ganz so gute Idee von Leon Hungerecker sollte dies jäh ändern. Der Bremerhavener Schlussmann brachte den provokant durch seinen Torraum querenden John Gilmour mit dem Schläger zu Fall und kassierte zwei Minuten. Es bedurfte keiner großen Phantasie, dass der Mannheimer genauso kalkulierte. Nur 11 Sekunden benötigten die Adler, um diese Einladung mit dem 2:1 durch Zach Solow, der einen Schuss von John Gilmour abfälschte, zu bestrafen. Fast wäre den Bremerhavenern vom Bully weg eine umgehende Antwort geglückt, doch den Schuss von Miha Verlic klärte Maximilian Franzreb mit dem linken Schoner (37.). Die Adler bekamen auf jeden Fall wieder Flügel und erzielten zehn Sekunden vor der Drittelsirene sogar noch den 2:2-Ausgleich, als Matthias Plachta die Scheibe über die Torlinie popelte (40.).
Abermals kamen die Pinguins besser aus der Kabine. Nicholas Jensen versenkte einen klugen Spielzug über C. J. Smith und Matthew Abt zum 3:2. Wenige Sekunden nach der erneuten Führung beförderte Nino Kinder das schwarze Gummi auf die Tribüne und wanderte in die Kühlbox (42.). Die Mannheimer ließen die Möglichkeit zum Ausgleich jedoch ungenutzt (44.). Es folgten zwei Riesenchancen auf beiden Seiten für eine Ergebnisveränderung. Zunächst zerstörte Leon Hungerecker die Träume von Lukas Kälble (44.), dann brachte Andy Miele allein auf Maximilian Franzreb zusteuernd das Spielgerät nicht am Keeper vorbei (48.). Nachdem sich Nicholas Jensen wegen Beinstellens und Matthew Abt wegen Spielverzögerung auf die Strafbank begeben hatten, nutzte Nicolas Mattinen die Gelegenheit in doppelter Überzahl zum 3:3-Ausgleich (51.). Anschließend blockte die nun akribisch arbeitende Defensive der Mannheimer einen Schuss von Colt Conrad ins Fangnetz (55.). Nicht ganz so souverän war hingegen der Versuch von Leon Hungerecker, den Schuss von Leon Gawanke mit der Fanghand zu schnappen und die Scheibe schlug zum 3:4 im Bremerhavener Gehäuse ein (56.). Die Gastgeber erzielten sogar noch einen Treffer durch Tom Kühnhackl. Dieser wurde jedoch von den sehr gut leitenden Unparteiischen annulliert, da der Mannheimer Stürmer zuvor mit der Kelle die Hallendecke berührt hatte (57.). Nach der Herausnahme von Leon Hungerecker zugunsten eines sechsten Feldspielers gingen die Bremerhavener all in. Zwei Sekunden vor dem Ende war der Ausgleich zum Greifen nah, aber der Gewaltschuss von Phillip Bruggisser prallte vom guten Block Matthias Plachtas ins Feld zurück (60.).
Der vierte Sieg der Adler Mannheim bedeutet das Ende der Träume von einer Halbfinalteilnahme. Auch wenn er nur von geringer Ausprägung war, ist die Enttäuschung beim Erwachen in der Realität schmerzvoll. Den Mannheimer darf man zum Einzug in die Semifinals herzlich gratulieren und alles Gute für die restlichen Playoffs wünschen.
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Rainer |
gedruckt am 03.04.2026 - 19:51 |
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