Erfolgreicher Start in die Playoffs – Pinguins besiegen Ice Tigers 4:0 (1:0; 1:0; 2:0)
18.03.2026 - 03:38 von Rainer
Die Fischtown Pinguins befinden sich in der Playoff-Spur. Vor 4.494 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Eisarena lieferte das Team von Alexander Sulzer eine klasse Leistung und hatte mit Goalie Kristers Gudlevskis, Nino Kinder und dem zweifachen Torschützen Ross Mauermann ihre Türme in der Wagenburg. Nico Krämmer kehrte ins Line Up zurück, dafür musste Max Görtz neben den ohnehin verletzt fehlenden Jan Urbas und Bennet Roßmy passen. Kurz vor Beginn der Partie schied auch Miha Verlic aufgrund von Schwindelgefühlen aus.
Die Bremerhavener kamen gut ins Spiel und feuerte durch Vladimir Eminger erstmals auf die von Niklas Treutle bewachte Kiste. Andy Miele nahm den Abpraller auf und probierte, den Keeper der Nürnberger mit einem Bauerntrick zu überrumpeln, was aber misslang (4.). Quasi identisch waren die Ideen von Colt Conrad und Andy Miele zum möglichen Führungstreffer. Beide schlängelten sich in die gefährliche Zone der Gäste, scheiterten allerdings am aufmerksamen Niklas Treutle (7.). Nino Kinder narrte Owen Headrick mit einem flinken Move, aber der Nürnberger Keeper hatte einmal mehr die besseren Karten und bremste die Aktion (10.). Dann mogelte sich Greg Meireles über die linke Seite ins Bremerhavener Drittel und bereitete Kristers Gudlevskis große Mühe bei der Gefahrenbeseitigung (13.). Ein gelungener Forecheck von Ross Mauermann brachte die Pinguins in Führung. Der bekam die eroberte Scheibe von Christian Wejse aufbereitet zurück und hämmerte sie zum 1:0 in den rechten Winkel (15.). Vladimir Eminger versuchte sich mit einem Schuss von der blauen Linie aufs Scoreboard zu bringen, verfehlte jedoch das Ziel (20.).
Kristers Gudlevskis hätte zu Beginn des zweiten Durchgangs mit seinem Befreiungsschlag versuchen sollen, ein Tor zu erzielen, anstatt den Puck auf die Tribüne zu befördern. Die ausgesprochene Strafzeit gegen den Letten überstanden die Pinguins aber schadlos (24.). Einen Konter mit zwei auf eins hätte mehr Ertrag bringen können, doch Fabian Herrmanns Abschluss erschütterte nur den Brustpanzer von Niklas Treutle (26.). Kurz darauf touchierte der Schuss von Colt Conrad den linken Pfosten des Nürnberger Gehäuses (27.) und ein Turnover der Bremerhavener setzte Matthew Abt neben das Tor (29.). Der Tabellenzehnte von der Noris bekam etwas Oberwasser und es gab keinen besseren Zeitpunkt für die Pinguins, ein Rezept für ein Gegengift einzureichen. Aussteller war Fabian Herrmann, der die Scheibe mit feinen Händen zu Nico Krämmer durchstach und dieser zum 2:0 vollendete (37.). Bei den Nürnberger steig allmählich die Betriebstemperatur und die Nickligkeiten nahmen zu. Rayan Bettahar zog eine Strafe, die seine Kollegen bis zur Drittelpause gut verteidigten (40.).
Der Verteidiger kehrte nach 18 Sekunden im letzten Drittel aus der Kühlbox zurück, doch wenig später brannte es lichterloh vor Kristers Gudlevskis. Nach kurzfristigem Chaos brachten seine Vorderleute den Puck aus der Gefahrenzone (42.). Apropos Rezept und Heilmittel – Phillip Bruggisser schickte Ross Mauermann mit einem Traumpass in die Nürnberger Zone und der löffelte Niklas Treutle die Medizin zum 3:0 in den Kasten (44.). Für die Gäste war es aber nicht der Anlass, den Kopf in den Sand zu stecken. Emsig waren die Bemühungen, doch es gab kein Durchkommen. Eine Hinausstellung gegen Matthew Abt aufgrund eines hohen Stocks überstanden die Bremerhavener auch wegen eines tollen Blocks von Vladimir Eminger ohne Einschlag (51.). Es ging rauf und runter. Eben scheiterte Josef Eham an Kristers Gudlevskis (52.) machte Ross Mauermann kurz darauf die gleiche Erfahrung bei Niklas Treutle (53.). Ganz großes Kino war die spektakuläre Abwehr von Kristers Gudlevskis bei einem Direktschuss von Julius Karrer. Die abgeprallte Scheibe fischte der Goalie aus der Luft und verhinderte einen möglichen Rebound des Nürnbergers (57.). Nach einem Hit von Alex Friesen an Jakob Weber öffnete beim eh schon überhitzten Cole Maier das Überdruckventil. „Fries“ leistete Pannenhilfe und ermöglichte dem Nürnberger das Duschen ohne Beisein der Kollegen. Solidarisch durfte aber auch der Bremerhavener den Gang in die Katakomben antreten (58.). Weil die Gäste noch eine Strafe in die Uhr bekamen, blieb noch Zeit für etwas Geometrie. Phillip Bruggisser versorgte C. J. Smith mit einem Zuspiel im 45° Winkel über die Hintertorbande und der versenkte das Spielgerät zum 4:0-Endstand (59.).
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