| Rainis Blickwinkel |
| Auswärtsspiel in Nürnberg mit Playoff-Charakter – Pinguins gewinnen 6:4 (1:1; 2:2; 3:1) |
| 14.03.2026 - 01:43 |
In einer kämpferisch und spielerisch auf hohem Niveau vorgetragenen Spiel behielten die Fischtown Pinguins am Ende die Oberhand und ließen sich auch durch drei Rückstände nicht aus der Spur werfen. Ohne Jan Urbas, Bennet Roßmy und Nico Krämmer wahrte das Team von Headcoach Alexander Sulzer die Chance auf den sechsten Platz nach der Hauptrunde. Die Entscheidung fällt am Sonntag gegen die Dresdner Eislöwen.
Die Nürnberg Ice Tigers dominierend – Remis nach 20 Minuten
Die Gastgeber begannen die Partie mit mächtig Power. Die Möglichkeit für Christian Wejse, der Keeper Evan Fitzpatrick in der kurzen Ecke nicht überraschen konnte, blieb zunächst die einzige der Bremerhavener (3.). Dann zwangen die Ice Tigers die Frackträger immer wieder in die eigene Zone und William Graber prüfte Kristers Gudlevskis das erste Mal (4.). Der Schuss von Owen Headrick war ungleich gefährlicher, doch auch dieser konnte dem lettischen Goalie nichts anhaben (8.). Eine Minute später malte er Cole Maier pures Staunen ins Gesicht, als er dessen Hundertprozentige nach einem zwei auf eins wie eine sich windende Katze aus der Luft fischte (9.). Ähnlich erging es Tyler Spezia, der über die linke Seite einfuhr, das Spielgerät allerdings nicht über die Linie brachte (11.). Machtlos wäre der Bremerhavener Goalie jedoch bei Versuch von Roman Kechter gewesen. Dafür half kurzfristig der Pfosten aus (13.). Dann schlug es aber doch im Gehäuse der Pinguins ein. Eugen Alanov war im zweiten Nachschuss erfolgreich – 0:1 (15.). Die Freude über den Führungstreffer erstickte der Tabellensiebte nach 64 Sekunden. Da war Miha Verlic zur Stelle und die Scheibe zum 1:1 über die Linie (16.). Samuel Dove-McFalls probierte es noch mal aus zentraler Position, doch zu unplatziert, sodass Kristers Gudlevskis den Puck ohne größere Mühe sichern konnte (19.).
Effiziente Pinguins egalisieren einen Zweitore-Rückstand
Auch im zweiten Durchgang erwischten die Hausherren den besseren Start und gingen durch ein Traumtor wieder in Front. Charlie Gerard träumte wahrscheinlich noch von den olympischen Spielen, als er mit der Scheibe am Schläger die Bremerhavener Defender wie im Slalom umfuhr und auch noch Kristers Gudlevskis düpierte – 1:2 (22.). Der Adrenalinspiegel bei den Akteuren stieg nun stark an. Matthew Abt tauschte sich mit Evan Barratt aus und Maxim Rausch zauberte Tyler Spezia eine blutende Nase ins Gesicht. Da der Bremerhavener neben der fünfminütigen Strafe noch mit einer kleinen Strafe belegt wurde, mussten die Küstenlümmel die Begegnung in Unterzahl fortführen (24.). Das ging schief, weil William Graber einen Querpass von Roman Kechter zum 1:3 einlochte (26.). Aber auch dieses Mal ließen sich die Pinguins nicht aus der Ruhe bringen und verkürzten durch C. J. Smith umgehend auf 2:3 (27.). Schade, dass die Truppe von Alexander Sulzer anschließend ihr erstes Überzahlspiel so gefahrlos verstreichen ließ (30.). Dafür klappte es wenig später besser, als Christian Wejse das Spielgerät humorlos zum 3:3 in den rechten Knick jagte (32.). Nach einer folgenlosen Strafzeit gegen Miha Verlic hatte Colt Conrad mit einem Break de große Chance zur erstmaligen Führung der Pinguins, doch Eva Fitzpatrick reagierte glänzend (36.). Der Nürnberger Schlussmann entschärfte auch noch den Schuss von Rayan Bettahar aus dem linken Bullykreis. Auf der Gegenseite gingen Thomas Heigl nach einem Hüftcheck von Akito Hirose die Gäule durch. Diese schnelle Abfolge der Geschehnisse überforderte die Referees Sean MacFarlane und Marian Rohatsch völlig. Als Aktiver war das Spiel schon zu schnell für ihn. Der Bremerhavener bekam jeweils zwei Minuten wegen unnötiger Härte und Beinstellens aufgebrummt, während der Nürnberger, der sich demonstrativ seiner Handschuhe entledigte, nur eine kleine Strafe erhielt (38.). Das Penaltykilling erledigten die Pinguins prächtig und so ging es glücklicherweise ohne weitere Ereignisse in die zweite Pause.
Matthew Abt erzielt Gamewinner
Immer wieder Charlie – der Nürnberger Stürmer schien zu Drittelbeginn stets der Wachste zu sein. Diesmal entledigte er sich der zugegebenermaßen suboptimalen Bewachung Ludwig Byströms und bezwang Kristers Gudlevskis im direkten Duell zum 3:4 (41.). Es ging nun rauf und runter – beide Mannschaften legten die Visiere ab und suchten ihr Heil in der Offensive. Phillip Bruggisser hatte Pech mit seinem Handgelenkschuss an den Pfosten. Doch in der nächsten Aktion hatte Miha Verlic mehr Erfolg und glich nach einer Ablage von C. J. Smith zum 4:4 aus (44.). Auf der anderen Seite scheiterte Cole Maier an Kristers Gudlevskis (46.). Evan Barratt verfehlte das Ziel mit seinem Schuss um einige Zentimeter (50.). Da handelten die Pinguins eine Portion geschickter. Aus der Ecke heraus stibitzte sich Nino Kinder die Scheibe und passte sie zum sträflich vernachlässigten Matthew Abt im Slot, der mühelos zum 5:4 einnetzte (51.). Die Nürnberger versuchten noch mal alles. Evan Barratts Schuss landete im Block der Bremerhavener Abwehr (57.). Als Mitch O'Keefe seinen Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte, packte Nino Kinder mit einem Empty-Netter zum 6:4 den Deckel drauf (59.).
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Rainer |
gedruckt am 15.03.2026 - 13:57 |
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