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Rainis Blickwinkel

Pinguins beziehen Prügel in Frankfurt – C. J. Smith soll Ausfälle im Angriff lindern
26.02.2026 - 00:58 von Rainer


Der Start in den Spielbetrieb der Penny DEL nach der vierwöchigen Olympiapause ging für die Fischtown Pinguins gründlich in die Hose. Das Team von Alexander Sulzer verlor auch das zweite Gastspiel beim Tabellenvorletzten Frankfurt deutlich mit 1:4 (0:1; 1:2; 0:1). Da konnte auch ein starker Kristers Gudlevskis nichts ausrichten. In der Offensive harmlos und in der Abwehr mit katastrophalen Aussetzern. Da wird es mit Platz sechs nach der Hauptrunde nichts werden. Jan Urbas, Colt Conrad und Bennet Roßmy fehlten verletzungsbedingt. Die Verantwortlichen gaben nach der Partie die Verpflichtung des Stürmers C. J. Smith bekannt.

Schon die Anfangsphase gehörte den Hausherren und Kristers Gudlevskis musste in der fünften Spielminute gegen den gut aufgelegten Ty Glover in höchster Not klären. Auf der Gegenseite schnappte sich Frankfurts Keeper Cody Brenner die von Alex Friesen abgefeuerte Scheibe mit der Fanghand (6.). Dann ging es rauf und runter. Zunächst bot sich Maksim Matushkin die Gelegenheit zum Führungstreffer, doch der Lette im Kasten der Pinguins parierte. Im Gegenzug bekam Ludwig Byström das Spielgerät von einem Spieler der Löwen in die Schaufel gepasst, aber auch diesmal entpuppte sich Cody Brenner als Spielverderber, während beim Konter über Cameron Brace die kurze Ecke von Kristers Gudlevskis verriegelt wurde (11.). Justin Büsing legte kurz darauf bestens für Nichols Jensen in den Slot, der die Scheibe allerdings nicht über die Torlinie bugsiert bekam (14.). Einen von Alex Friesen produzierten Turnover der Gastgeber versenkte Ty Glover mit viel Aroma zum 0:1 in der rechten Ecke (16.).

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Frankfurter besser unterwegs. Dennis Lobach war jedoch außerstande, die punktgenaue Hereingabe von Michael Joyaux zu veredeln (24.). Dann war es Kristers Gudlevskis zu verdanken, dass Carter Rowney einen Tipp In nicht im Kasten unterbrachte (27.). So plötzlich wie der Führungstreffer der Hessen fiel auch der Ausgleich der Norddeutschen. Phillip Bruggisser schob sich scheibenführend in eine gute Position und hämmerte die Scheibe zum 1:1 in den linken Knick (28.). Und auch für die nächste Großchance war der Däne verantwortlich, doch sein Backhander touchierte nur die Querstange (32.). Es glich einem Trauerspiel, wie sich die Hintermannschaft der Pinguins von Linus Fröberg narren ließ. Es war zwar schön anzusehen, als der Frankfurter wie im Riesenslalom durch die Pylonen kurvte und den Puck zum 1:2 hinter Kristers Gudlevskis ablegte. Ein derart passives Abwehrverhalten ist dennoch inakzeptabel. Den zwei ehemaligen Abwehrstrategen auf der Trainerbank dürfte die Spucke weggeblieben sein (34.). Wenn anschließend das erste Powerplay der Partie für eine postwendende Korrektur auf der Anzeigetafel sorgen könnte, man sich stattdessen aber den siebten (!!) Shorthander – nur Schlusslicht Dresden (8) und eben Frankfurt (6) können in dieser Disziplin mithalten – zum 1:3 durch Daniel Pfaffengut genehmigt. Dann sollte die Frage erlaubt sein, was zum Himmel ist an Baustellen in der überaus langen Pause und Trainingsarbeit bearbeitet worden…? (40.).

Spätestens nach dem 1:4 von Maksim Matushkin in der 44. Spielminute war die Messe gelesen und sich die Pinguins einer weiteren Blamage in Frankfurt gewiss. Zumindest in Unterzahl hielten die Bremerhavener den Laden dicht (54.). Erst als sich der Tabellenvorletzte aufs Verwalten des sicheren Vorsprungs beschränkte, generierten die Pinguins noch weitere Torchancen. Sowohl Andy Miele (56.) als auch Ross Mauermann (57.) betrieben aber lediglich Materialtest bei Schlussmann Cody Brenner. Zum Abschluss verabredeten sich Rayan Bettahar und Matthew Wedman noch zum Boxen, doch auch das Duell entwickelte sich allenfalls zum Training für „Let’s Dance“. Am Ende hatten die Pinguine sogar noch Glück, denn das Ostberliner Kollektiv aus Hohenschönhausen vergeigte sein Heimspiel gegen die Straubing Tigers (2:3) ebenfalls, sodass es im Rennen um Platz sechs keine Veränderung gab.
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