| Rainis Blickwinkel |
| Trotz starkem Auswärtsspiel keine Punkte in München |
| 24.01.2026 - 00:14 |
Die Fischtown Pinguins haben zum vierten Mal in Folge verloren. Trotz neuerlicher verletzungsbedingter Ausfälle von Jan Urbas und Nicholas Jensen – ohnehin fehlten schon Max Görtz, Kristers Gudlevskis, Christian Wejse und Justin Büsing – zeigten die verbliebenen Pinguine eine starke Leistung, verloren aber mit 3:6 (1:1; 1:2; 1:3). Nach zuletzt durchwachsener Leistung stand Leon Hungerecker auch in der bayrischen Landeshauptstadt zwischen den Pfosten.
Das Team von der Unterweser begann ziemlich selbstbewusst und durften sich auch gleich in Überzahl versuchen. Die „roten Bullen“ hielten sich aber schadlos. Dann probierte es Miha Verlic mit einem verdeckten Flachschuss, doch Münchens Keeper Antoine Bibeau ließ sich nicht überraschen (5.). Die Bremerhavener bestimmten weiter das Geschehen, ohne allerdings zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Die brauchte der Gastgeber auch nicht, um mit 0:1 in Führung zu gehen. Der erste ernstgemeinte Versuch von Ryan Murphy passierte die Fanghandseite von Leon Hungerecker und stellte den Spielverlauf etwas auf den Kopf (9.). Nachdem Matthew Abt mit einem Distanzschuss noch vergeblich bei Antoine Bibeau angeklopft hatte (11.), war es Bennet Roßmy, der nach einem Doppelpass mit Miha Verlic und dessen Pass mit der Rückhand den 1:1-Ausgleich erzielte (12.). Es hätte eine Minute später noch besser kommen können, wenn Maxim Rausch im zwei auf eins auf den mitgelaufenen Ross Mauermann abgelegt und nicht selbst das Risiko gesucht hätte (13.). Eine kleinliche Strafe der Referees Roman Gofman und Martin Frano für Akito Hirose blieb für die Frackträger ohne Schaden (18.).
Im zweiten Durchgang brauchten die Münchner nicht lange, um erneut in Führung zu gehen. Alex Friesen saß in der Kühlbox und Taro Hirose warf die Scheibe einfach mal Richtung Leon Hungerecker, dem sie zur Verwunderung aller zum 1:2 durch die Hosenträger flutschte (22.). Unfassbar, wie wenig Aufwand die Gegner der Pinguine aktuell für das Erzielen von Toren betreiben müssen. Inzwischen gestaltete der Tabellendritte die Partie ausgeglichen. Maximilian Kastner knallte Leon Hungerecker das schwarze Gummi aus zentraler Position an die Maske (27.). Pech für Ziga Jeglic, dass er nach einer hervorragenden Einzelleistung von Matthew Abt dessen Zuspiel knapp am Gehäuse vorbeisetzte (28.). Als Phillip Sinn wegen eines hohen Stocks in der Kühlbox weilte, war wieder Hirose-Time angesagt. Diesmal war es der Bremerhavener Akito, der das Spielgerät von der blauen Linie zum 2:2 in die Münchner Kiste laserte (30.). Sein Bruder inspirierte der Treffer scheinbar ganz besonders, denn kurz darauf sorgte der für Chaos vor dem Bremerhavener Tor. Leon Hungerecker verlor kurzzeitig den Überblick – zum Glück behielt Rayan Bettahar einen klaren Kopf und beförderte den Puck aus der Gefahrenzone (32.). Dann war der Keeper der Pinguine wieder voll auf Empfang und parierte gegen Ville Pokka, der vom älteren der Hirose-Brüder mustergültig bedient wurde (36.). Machtlos war er aber, als Ryan Murphy ich klassisch austanzte und auf 2:3 stellte. Allerdings blieb in der Entstehung eine Aktion von Brady Ferguson an Akito Hirose ungeahndet, für die der Bremerhavener Abwehrspieler im ersten Drittel noch auf die Strafbank musste (39.).
Nur 34 Sekunden dauerte es nach Beginn des letzten Drittels, bis Ziga Jeglic der erneute Ausgleich zum 3:3 gelang. Wieder hieß der Initiator Akito Hirose, dessen Gewaltschuss das Ziel zwar verfehlte, sich jedoch bestens als Rebound von der Bande für den slowenischen Angreifer der Pinguine eignete (41.). Eine Hinausstellung gegen Andy Miele blieb nicht schadlos. Einmal mehr war es Tao Hirose, der sich mit einem verzögerten Querpass auf Markus Eisenschmid und dem folgenden 3:4 einen weiteren Scorerpunkt gutschreiben ließ (44.). Die Münchner boten den Pinguinen mit Nachdruck die Möglichkeit zum weiteren Ausgleich an. Zunächst verschwand Ville Pokka auf die Sünderbank und die Pinguine demonstrierten ein starkes Powerplay, obwohl ihnen kein Treffer gelang (47.). Als anschließend auch noch Phillip Sinn zwei Minuten aufgebrummt bekam, schien die Messe für die Bajuwaren gelesen zu sein, doch die Bremerhavener ließen ein schwaches Überzahlspiel folgen (50.). Glück für die Nordlichter, dass ein Stockschlag von Akito Hirose von den Referees aufgrund von Müdigkeitserscheinungen übersehen wurde (52.). Das Team von Alexander Sulzer mühte sich zwar sehr, musste aber den Emptynetter von Patrick Hager zum 3:5 schlucken. Leon Hungerecker hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seinen Arbeitsplatz für einen sechsten Feldspieler verlassen. Das 3:6 – ebenfalls in die verwaiste Kiste – war allenfalls für die Statistiker. Selbst ein bisher unbekannter Schachzug, bei einem Drei-Tore-Rückstand und einer Restspielzeit von 37 Sekunden eine Auszeit zu nehmen, brachte keine Wende mehr (60.).
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Rainer |
gedruckt am 24.01.2026 - 06:05 |
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