Pinguins beenden das Jahr mit einem Sieg gegen Dynamo Berlin
31.12.2025 - 03:23 von Rainer
Mit abermals 4.767 Besuchern ein ausverkauftes Haus – wieder viele Tore. Die Fischtown Pinguins bezwangen den amtierenden Meister im dritten Vergleich mit 6:4 (2:1; 1:3; 3:0). Nach einem 3:4-Rückstand nach dem zweiten Drittel drehte das Team von Alexander Sulzer mit drei Treffern die Partie und zog in der Tabelle an den Berlinern vorbei. Dabei waren die Vorzeichen bei den Ausfällen von Kristers Gudlevskis, Nicholas Jensen, Max Görtz, Ross Mauermann, Rayan Bettahar und Jan Urbas alles andere als günstig.
Beide Mannschaften agierten zunächst defensiv kompakt und in der Offensive verhalten. Hier ein Schüsschen von Mitchell Reinke (3.), während Maxim Rausch auf der anderen Seite den Puck mal in die Nähe des gegnerischen Gehäuses brachte (5.). Spannung erzeugte das bei beiden Torhütern nicht. Beim Versuch von Ludwig Byström in der 11. Spielminute klingelte es aber an der Querstange. Die erste Hinausstellung durch die Referees Marc Iwert und Christopher Schadewaldt traf Lean Bergmann. Das war mehr als kleinlich und selbst der Schwerdenker fühlte sich fast schon beleidigt. Die Pinguins befreiten den Bestraften deshalb schnell von der harten Strafbank. Nach zehn Sekunden flutschte die Scheibe von Ziga Jeglic über Christian Wejse zu Alex Friesen, der mühelos das „Zick Zick Zyliss“ an der Unterweser vollendete – 1:0 (12.). Eine Doppelchance des Torschützen und Ludwig Byström blieb folgenlos, weil Berlins Goalie Jake Hildebrand glänzend parierte (15.). Machtlos war er jedoch, als Andy Miele einen Pass per Laser in die Schnittstelle zu Colt Conrad schickte und der die Scheibe trocken zum 2:0 im rechten Winkel parkte (16.). Die Bremerhavener durften sich nur nicht lange über den Treffer freuen, denn nur 24 Sekunden später lief „Punktemonster“ Liam Kirk seinem Bewacher Maxim Rausch davon und kochte auch noch Schlussmann Leon Hungerecker beim 2:1 ab (17.). Akito Hirose (18.) und Fredi Tiffels (19.) versuchten die gegnerischen Keeper vor der ersten Pause noch mal zu überraschen.
Ab dem zweiten Durchgang kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten, denn die Partie hangelte sich auf Spitzenniveau. Nicht zuletzt, weil Ziga Jeglic mit einem Pass aus der eigenen Zone ins Niemandsland spielte und den 2:2-Ausgleich von Liam Kirk einleitete. Dazu benötigte es gerade einmal 37 Sekunden (21.). Doch die Pinguins schlugen zurück. Miha Verlic hielt die Kelle in den Schuss von Ludwig Byström und machte eine Abwehr durch Jake Hildebrand schier unmöglich – 3:2 (24.). Und sie stressten die Dynamos weiter. Fast reduzierte sich das Duell auf Fischtown Pinguins gegen Jake Hildebrand. Fabian Herrmann (27.) und Ludwig Byström (29.) machten Bekanntschaft mit der Klasse des Berliner Torhüters. Selbst der Kunstschuss von Nico Krämmer fand keinen Weg über die Linie (30.). Es war folglich auch keine Überraschung, dass auch nach einem schnell vorgetragenen Konter der Bremerhavener, der stramme Schuss von Matthew Abt am Goalie der Gäste kleben blieb (34.). Als Phillip Bruggisser beim Abschluss von Jake Hildebrand von den Beinen geholt wurde und die Referees keine Veranlassung für eine Ahndung sahen, erinnerte sich Lean Bergmann allerdings an das nicht eingelöste Rezept seines Neurologen. Der zwang Justin Büsing in einen ungleichen Fight und machte den für das Versäumnis verantwortlich. Beide Kontrahenten erhielten ein fünfminütige Strafzeit, die der smarte Stürmer nutzte, um in der Kabine einen Cut an der Stirn schließen zu lassen (35.). Zumindest brachte dieser Trubel Ludwig Byström aus dem Konzept, der daraufhin Liam Kirk bediente und dessen dritten Treffer zum 3:3 ermöglichte. Allerdings machte auch Leon Hungerecker keine gute Figur. Er ließ die Scheibe unter sich hindurch rutschen (36.). Nur eine Minute später verlor Matthew Abt an der blauen Linie der Berliner die Scheibe und lud Andy Eder zum 3:4 ein (37.). Das Beheben dieses Betriebsunfalles glückte den Pinguins in numerischer Überlegenheit nicht (40.).
Das Spiel verlor auch im letzten Durchgang nicht an Qualität. Die Bremerhavener wollten das Ding noch umbiegen – die Gäste aus der Bundeshauptstadt keinesfalls das bisher Erreichte aus der Hand geben. Ein Traumpass von Maxim Rausch in den Lauf von Ziga Jeglic schrieb das Drehbuch neu, denn der Topscorer von der Unterweser segelte vor den Kasten von Jake Hildebrand und zeigte der Scheibe den schmalen Spalt zum 4:4-Ausgleich (45.). Und die Norddeutschen flogen gleich noch einen weiteren Überfall. Andy Miele, Colt Conrad und Nico Krämmer schafften es aber nicht, den Schlussmann der Gäste zu bezwingen (46.). Gefährlich blieben aber auch die Berliner, die durch Marcel Nobels (51.) und Fredi Tiffels (53.) brandgefährliche Stiche setzten. Dagegen landete Colt Conrad bei freier Schussbahn einen Maskentreffer bei Jake Hildebrand (55.). Mit der festen Überzeugung, es bei der nächsten Gelegenheit besser zu lösen, nahm der „rauchende Colt“ einen Pass von Andy Miele auf, legte aus der Drehung zu Nico Krämmer ab und ließ den Ex-Münchner im freien Fall das Spielgerät zum 5:4 in die Kiste bugsieren (58.). Und was wäre ein Duell mit den Berlinern ohne einen Treffer des Berliner Jungen Nino Kinder. Der schnippte den Puck etwas verrissen Richtung verlassener Kiste – Jake Hildebrand hatte den Arbeitsplatz für einen sechsten Feldspieler geräumt und durfte sich nach freundlicher Mithilfe von Lean Bergmann über einen Emptynetter zum 6:4 freuen (59.).
Rainis Blickwinkel wünscht allen Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes Jahr 2026!
|