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Sommerpause beendet - das Eis brennt!
29.08.2025 - 02:39 von Rainer


Zurück aus der Sommerpause – der Duft des Eises in der Eisarena macht Appetit

Obwohl draußen noch Temperaturen von über 20° Grad vorherrschen und weitverbreitet noch der Duft von gegrilltem Fleisch durch die Luft streift, ist im Wohnzimmer der Fischtown Pinguins bereits Hochbetrieb. Nicht nur die Handwerker werkeln an neuen VIP-Logen, auch das Ensemble auf Kufen hat schon viele Eiszeiten auf dem Buckel, um eine möglichst erfolgreiche Saison zu spielen. Drei Testspiele in der Schweiz endeten mit zwei Niederlagen und einem Sieg. Dennoch sind die Pinguins für die Pflichtspiele in der CHL und Penny DEL gerüstet.

Der Kader:

Neun Akteure gehören in der Saison 2025/2026 nicht mehr zum Kader der Fischtown Pinguins, während sieben Neuzugänge ein Arbeitspapier in der Seestadt unterschrieben. Unterm Strich könnte man dennoch zu dem Ergebnis kommen, dass die Mannschaft ein Fünkchen stärker aufgestellt ist als in der vergangenen Spielzeit.

Tor:

Im Verhältnis zu den übrigen Mannschaftsteilen ist der Personalwechsel am größten. Neben Sebastian Graf verließ auch Nationalkeeper Maximilian Franzreb die Küste, der bei den Mannheimer Adlern anheuerte. Den Verantwortlichen gelang es, mit Leon Hungerecker einen starken Goalie von den Nürnberg Ice Tigers zu verpflichten und mit Kristers Gudlevskis wieder eines der stärksten Torhütergespanne in der Penny DEL zu bilden. Christopher Strasen rundet die Abteilung zwischen den Torstangen ab.

Verteidigung:

Sämtliche Defensivspezialisten außer Anders Grönlund (Solna/SWE 2) und Nico Appendino (Kaufbeuren/DEL 2) schnüren weiterhin die Schlittschuhe für die Frackträger. Will Riedell zog es von den „Bullen“ aus München an die Küste. Mit den verbliebenen Phillip Bruggisser, Ludwig Byström, Vladimir Eminger, Nicholas Jensen und Matthew Abt, der als Neuzugang im letzten Jahr für Furore sorgte, verfügen die Pinguins über ein solides Gerüst in der Verteidigung. Rayan Bettahar sowie Maxim Rausch werden nach ihrer beeindruckenden Entwicklung den nächsten Schritt machen und der Abwehr zusätzliche Stabilität geben.

Angriff:

Mit fünf Abgängen ist die Offensive das Kollektiv mit dem größten Aderlass. Cedric Schiemenz (Weiden/DEL2) und Marly Quince (Ljubljana/ICE HL) wurden unter der Saison nachverpflichtet, vermochten jedoch zu keiner entscheidenden Verstärkung beitragen. Für Felix Scheel (Schwenningen) reichte es oft nur zum überzähligen Akteur auf der Tribüne. Eine Luftveränderung bei den Schwänen könnte bei ihm neue Impulse freisetzen. Markus Vikingstad (Berlin) folgte der größeren sportlichen Perspektive und wahrscheinlich auch den höheren Zahlen auf dem monatlichen Kontoauszug. Seinen Platz nimmt der 37-jährige Andy Miele aus Wolfsburg ein, der aus der VW-Metropole an die Küste wechselt. Schockstarre löste unter den Fans die Nachricht aus, dass Dominik Uher eher unfreiwillig seine Zelte zukünftig am Rhein bei den Kölner Haien aufschlägt. Trotz allem Bedauerns ist es den Verantwortlichen auch bei dieser Personalie gelungen, einen adäquaten Ersatz an Land zu ziehen. Ebenfalls von den Red Bulls München wechselt Nico Krämmer in die windigste Eisarena Deutschlands und wird den schmerzhaften Abgang von Dominik Uher gleichwertig ersetzen dürfen. Die „drei von der slowenischen Tankstelle Jan Urbas, Ziga Jeglic und Miha Verlic blieben den Pinguins ebenso erhalten wie das Inventar um Ross Mauermann und Alex Friesen. Ein Statement waren auch die Vertragsverlängerungen von Christian Wejse und Nino Kinder. Max Görtz, der im Verlauf zu den Top-Performern aufstieg und Fabian Herrmann, dem mit Bravour der Sprung von der DEL 2 in die Beletage des deutschen Eishockeys gelang, wollen zur Erfolgsstory der Pinguins weiterhin beitragen. Justin Büsing hat die Feuertaufe in der höchsten Spielklasse bestanden und will sich mit Forstsetzung seiner Entwicklung für noch mehr Eiszeiten aufdrängen. Nach dem sportlichen Abstieg der Düsseldorf EG schließen sich Bennet Roßmy und Lenny Boos den Pinguins an. Mit Colt Conrad, der sich früh in der vergangenen Saison verletzte und den Bremerhavenern nicht zur Verfügung stand, wird sich ein bis in die Haarspitzen motivierter Wirbelwind – wenn auch nicht von Beginn an – zurückmelden. Im Ergebnis meldet die Abteilung Sturm und Drang ebenfalls statt Stillstand noch mehr Qualität in der Tiefe.

Auf der Brücke ist es auch weiterhin die Aufgabe von Head Coach Alexander Sulzer und Assistent Marian Bazany, aus dieser Gruppe ein schlagkräftiges Team aufs Eis zu bringen, dass vielleicht eine neue erfolgreiche Episode in der Geschichte des Bremerhavener Eishockeys zu schreiben.
Die direkte Qualifikation für die Teilnahme an den Playoffs muss das Ziel sein und wenn die Mannschaft die Referenzen auf dem Paper auch aufs Eis bringen kann, ist ein spätes Saisonende möglich.

Nun geht es los! Am heutigen Freitag greifen die Fischtown Pinguins in das Geschehen in der Champions Hockey League ein. Zwei Auswärtspartien haben die Bremerhavener vor der Brust. Mit dem Titelverteidiger ZSC Lions Zürich und den Red Bulls Salzburg geht es gleich zu Beginn gegen Schwergewichte der CHL.


In diesem Sinne – auf eine erfolgreiche Saison 2025/2026!

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