Offiziell hatten 4.764 Besucher für das Duell Bremerhaven gegen Nürnberg Tickets erworben. In der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz klafften aber große Lücken. Das lag an der doch anspruchsvollen Witterung mit Schnee und Glätte, was auf der heimischen Sofa nicht gefährlich werden konnte. Dass sich etwa 50 Anhänger aus dem Frankenland zur Küste durchgeschlagen hatten, war aller Ehren wert. Am Ende gewannen die Fischtown Pinguins mit 3:1 (2:0; 1:0; 0:1). Ross Mauermann feierte beim sechsten Sieg in Folge sein Comeback. Dafür traf es einmal mehr Christian Wejse, der vom Puck getroffen wurde und verletzt ins Krankenhaus musste.
Die Bremerhavener kamen gut in die Partie und hatten nach gerade einmal 40 Sekunden die erste Möglichkeit. Nico Krämmer bediente Andy Miele, doch der konnte Nürnbergs Keeper Evan Fitzpatrick, der den Vorzug vor Niklas Treutle bekam, mit einem Backhander nicht bezwingen (1.). Ansonsten hatte die Veranstaltung auf dem Eis im ersten Durchgang den Charme eines Trainings unter Wettkampfbedingungen. Dennoch ergaben sich hüben wie drüben immer wieder Gelegenheiten zum Torerfolg. Miha Verlic nagelte einen Pass von Ziga Jeglic neben die Kiste (4.). Treffsicher erwies sich Rayan Bettahar, der ein präzises Zuspiel von Nino Kinder zum 1:0 einschickte. Zuvor hatten die Bremerhavener aber Glück, dass Charlie Gerard den Puck nach einer Hereingabe von Marcus Weber verpasste (6.). Ziemlich überrascht wirkte Leon Hungerecker bei einem Versuch von Evan Barratt, der von der blauen Linie abzog, das Ziel jedoch knapp verfehlte (11.). Da passte es perfekt ins Drehbuch der Pinguins, dass Jan Urbas einen schnörkellosen Angriff einleitete und nach einem Doppelpass mit Phillip Bruggisser zum 2:0 einschob (15.).
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